WELPENTAGEBUCH - A WURF
Am Freitag, 06. September 2024 hat unsere Charlie aka. KISS ME CHARLOTTE VON ANN-CHATEAU den A- Wurf bestehend aus 7 Rüden & 3 Hündinnen zur Welt gebracht.
Die ersten Tage der Woche waren für unsere Fleuris sehr aufregend. Nach einer herausfordernden Geburt hatte Charlie den Tag darauf Fieber und wollte absolut nicht fressen. Wir waren direkt alarmiert und nach kurzer Rücksprache mit Frau Dr. Riege auch schon auf dem Weg in die Tierklinik. Weil wir nicht wussten, wie lange wir weg sein würden, hatten wir keine andere Wahl als die Welpen mitzunehmen. Das Thema „Auto fahren“ können wir damit für alle als Erfahrungswert abhaken – Nur für Frau Weiß war es dann auch schon die zweite Autofahrt, nachdem sie einen Tag vorher in der Tierarztpraxis zur Welt gekommen war.
Die Autofahrt wurde von allen schlafend gemeistert.
In der Klinik offenbarte der Ultraschall noch Reste von Plazenten im Uterus von Charlie. Die daraus resultierende Entzündung war die Ursache für das Fieber. Zudem wurde Charlie Blut abgenommen, um auch hier sicher zu gehen, dass alle Werte in Ordnung waren. – Gerade der Calciumwert war hierbei noch von großer Bedeutung, weil säugende Hündinnen, gerade wenn sie wie Charlie nicht vernünftig fressen aber trotzdem ihre Welpen normal säugen, schnell in eine lebensbedrohliche Mangelerscheinung (Eklampsie) rutschen können.
Wir warteten die Auswertung der Blutergebnisse in der Klinik ab, um Charlie ggf. direkt an den Tropf legen zu können. Die Welpen wurden in der Zwischenzeit langsam munter und auch hungrig. Frau Dr. Riege stellte uns freundlicherweise ihr Büro zur Verfügung, damit Charlie ungestört ihre Welpen säugen und versorgen konnte. Charlie, trotzdem sie sichtlich geschwächt war, kümmerte sich, wie von Anfang an, aufopfernd und ohne Probleme auch hier um ihre Welpen. Nach kurzer Zeit lagen unsere 10 kleinen Welpen mit dicken Bäuchen wieder schlafend in ihrer Transportkiste. Frau Dr. Riege gab kurz darauf auch Entwarnung – alle Blutwerte waren soweit in Ordnung. Mit Antibiotikum bepackt und sehr erleichtert machten wir uns auf den Heimweg, der wieder von allen Fleuris verschlafen wurde.
Schon am nächsten Tag verbesserte sich Charlies Allgemeinzustand sichtlich, was uns nach Tagen voller Sorge und Angst das erste Mal wirklich entspannen ließ.
Alle unsere Fleuris haben an Tag 2 ihre Nabel verloren und grundsätzlich alle zugenommen. Natürlich gibt es auch in diesem Wurf Wuchtbrummen wie die Herren Gelb, Orange und Dunkelgrün, aber auch Leichtgewichte wie die Herren Rot, Blau und die Frauen Rosa und Weiß. – Eins ist aber sicher, sie werden am Ende alle RIESEN sein!
Es zeigen sich auch schon charakterliche Unterschiede – es gibt die Ruhigen und Entspannten, die Schreihälse und die Dickköpfe.
Am Ende der 1. Woche haben alle 10 Fleuris ihr Geburtsgewicht verdoppelt und Herr Gelb sogar schon die Grenze von einem Kilo geknackt. Allen wurde mittlerweile auch schon ihr Halsband zu eng, weshalb es zum einwöchigen Geburtstag erstmal größere gab.
Nachdem Charlie die ersten Tage wie eine Glucke permanent in der Wurfkiste bei ihren Welpen verbrachte, genoss sie Ende der Woche die erste kurze Gassirunde außerhalb des Grundstücks und die erste Spielrunde mit Ball im Garten seit der Geburt.
TAG 10
TAG 11
Nachdem wir die erste Woche und damit die kritischste Zeit überstanden haben, sind wir auch schon in der zweiten Woche ankommen. Diese startete mit einem Kontrollbesuch in der Tierklinik bei Frau Dr. Riege. Der Ultraschall zeigte, dass die Entzündungen im Uterus von Charlie fast vollständig verschwunden sind und das Antibiotikum hier ganze Arbeit geleistet hat. Die Welpen warteten zwischenzeitlich in der beheizten Wurfkiste im Wartezimmer. Bei Mamas Rückkehr durften sich alle noch ein bisschen Wegzehrung für die Rückfahrt bei ihr abholen. Wir sind immer wieder überrascht wie entspannt Charlie ihrer Mutterrolle nachgeht, egal in welcher Umgebung oder unter welchen Umständen. #BESTE
Die darauffolgenden Tage ging es dann wesentlich ruhiger zu und alle Welpen arbeiteten daran ihr Geburtsgewicht zu verdreifachen bzw. das erste Kilogramm zu erreichen: Herr Gelb war dann auch schon am Tag 9 im Ziel – die Platzierung bzw. die „schwergewichtigen“ Entwicklungen sind HIER nachzuverfolgen. Es ist unglaublich, welche physische und psychische Leistung die Hündinnen während der Aufzucht ihrer Welpen leisten und diese ist locker mit Hochleistungssport gleichzusetzen, gerade wenn die Wurfgröße wie bei Charlie über 8 Welpen beträgt. – Ein 24-Stundenjob ohne größere Ruhepausen!
An Tag 12 war für Frau Lila buchstäblich ein besonderer „Augenblick“, sie öffnete als erste die Augen, aber in den darauffolgenden Tagen konnten wir in immer mehr kleine schwarze Äuglein blicken.
Die 2. Woche endete mit einem ganz besonderen Geschmackserlebnis für unsere Fleuris – die prophylaktische Wurmkur stand an und einer nach dem dem anderen bekam seine Dosis direkt auf die Zunge kredenzt. So schlimm konnte es dann aber doch nicht geschmeckt haben, weil alle Welpen sich danach gegenseitig eifrig die Reste von den Mäulchen leckten.


TAG 20
TAG 22
In der 3. Woche ging es dann noch zwei Tage weiter mit der Wurmkur, die alle übrigens super vertragen haben, ohne Durchfall oder Anzeichen von Unwohlsein. Die kleinen Fleuris werden nun immer mobiler und ackern ordentlich durch die Wurfkiste oder kloppen sich buchstäblich um den besten Platz an der Milchbar. Herr Gelb hat es dann auch schon einmal in die freie wilde Welt unseres Wohnzimmer geschafft, wo wir ihn dann selig schlummernd unter dem Esstisch vorgefunden haben.
Der Gang zur Toilette wird nun auch schon ganz selbständig, ohne Mamas Hilfe, erledigt. Es werden zwar noch keine Beinchen gehoben oder sich hingehockt, aber der Anfang ist gemacht. Es ist erstaunlich, dass alle Welpen jetzt schon bemüht sind ihr Schlaflager sauber zu halten und eher an den Rand und in die Ecken der Wurfkiste für ihr Geschäft gehen oder direkt auf die hierfür von uns reingelegte saugfähige Unterlage. Charlie ist nun auch schon mal länger außerhalb der Wurfkiste, hat aber trotzdem immer alles im Blick und ist sofort zu Stelle, wenn sich einer der Fleuris mal verschluckt haben oder jammern sollte.
Auch diese Woche endet wieder mit einem Highlight: Es gab das erste Mal für alle FLEISCH – in Form von 20g Bällchen Tatar. Beim Füttern konnte man wieder die individuellen Unterschiede zwischen den Welpen beobachten. Es gibt die Fraktion, die anscheinend nur auf diesen Moment gewartet hatte und neben dem Bällchen auch gleich noch unsere Finger mit verputzen wollte und dann die, die anfänglich gar nicht wussten wie ihnen geschieht und was ihnen da ins Mäulchen geschoben wurde. Am Ende hat es bei allen aber Klick gemacht, sodass nicht ein Bällchen übrig geblieben ist – Charlie hätte sich wahrscheinlich sehr darüber gefreut, aber wenigstens konnte sie im Nachhinein die letzten Reste von den Mäulchen lecken.
