Viele Hundebesitzer denken, dass das Ausstellungswesen in einem Rassezuchtverein wie dem Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. (PSK) kompliziert sei. Auf dieser Seite bieten wir eine kleine Orientierungshilfe mit Erklärungen und Hinweisen zum Ausstellungswesen und möglichen Titeln.

Der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. (PSK) veranstaltet regelmäßig Hundeausstellungen, bei denen Züchter, aber auch sonstige PSK-Mitglieder ihre Hunde präsentieren können. Diese Events bieten die Möglichkeit die besten Vertreter der Rassen zu zeigen und präzise Bewertungen von anerkannten Richtern zu erhalten.
PSK-Ausstellungen sind ideal für Züchter, um Anwartschaften für wichtige Titel zu erwerben und sich mit anderen Züchtern und Hundeliebhabern auszutauschen. Diese Ausstellungen werden aber auch gern von Privatpersonen genutzt, um mehr über die verschiedenen Rassen und deren Pflege zu erfahren.
Einteilung der Klassen bei Ausstellungen
Lassen Sie uns mit der Einteilung der Klassen auf einer Ausstellung beginnen. Diese Einteilung ist bei allen Ausstellungen einheitlich…
Babyklasse
Alter: 4 – 6 Monate (kann optional sein, nicht auf jeder Schau möglich)
Jüngstenklasse
Alter: 6 – 9 Monate (keine Anwartschaften, jedoch sind Tagestitel möglich)
Jugendklasse
Alter: 9 – 18 Monate (Anwartschaften für Jugendtitel, ggfl. Tagestitel)
Nimmt am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
Zwischenklasse
Alter: 15 – 24 Monate (Anwartschaften für Championtitel, ggfl. Tagestitel)
Nimmt am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
Offene Klasse
Alter: ab 15 Monaten (Anwartschaften für Championtitel, ggfl. Tagestitel)
Nimmt am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
Verteranenklasse
Alter: ab 8 Jahren (Anwartschaften für Veteranentitel, ggfl. Tagestitel)
Nimmt am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
Besonderheit: Der Hund wird nur platziert und erhält keine Formwertnote
Ehrenklasse
In dieser Klasse dürfen nur Hunde gemeldet werden, die bereits internationaler Schönheitschampion sind. Die Erstplatzierten dieser Klasse nehmen nicht am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
Championklasse
Alter: ab 15 Monaten (Anwartschaften für Int. Championtitel, ggfl. Tagestitel)
Nimmt am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
Voraussetzung: Der Hund muss eine bestandene VPG/IPO-Prüfung vorlegen (RS)
Gebrauchshundeklasse
Alter: ab 15 Monaten (Anwartschaften für Championtitel, ggfl. Tagestitel)
Nimmt am Wettbewerb BOB (Best of Breed – bester Hund der Rasse) teil
nur bei anerkannten Gebrauchshunderassen mit Prüfung (Riesenschnauzer)
Was für Ausstellungen gibt es?
Internationale und Nationale VDH-Ausstellungen
- German Winner
- Bundessieger
- Europasieger
Große Ausstellungen finden meist in Messehallen statt, da dort nicht nur Pinscher und Schnauzer, sondern alle Hunderassen in verschiedenen Ringen präsentiert werden. Auf diesen Veranstaltungen können Anwartschaften für internationale und nationale Titel gesammelt werden. Zudem besteht auf einigen Ausstellungen die Möglichkeit, prestigeträchtige Tagestitel wie den German Winner, Bundessieger oder Europasieger zu erringen. - Klubsiegerausstellungen des PSK (KSA)
- Jahressiegerauslese
Klubinterne Ausstellungen finden meist im Freien oder in kleinen Hallen statt. Hier können Anwartschaften für klubinterne Titel gesammelt werden. Zudem besteht auf einigen Veranstaltungen die Möglichkeit, inoffizielle Tagestitel zu erringen. - Ortsgruppenausstellungen des PSK
Auf den kleineren Schauen der PSK-Ortsgruppen können keine Anwartschaften für Titel erlangt werden und es gibt keine Platzierungen wie in den größeren Kategorien. Allerdings ist es möglich, eine Zuchtbewertung zu erhalten, sofern ein PSK-Zuchtrichter anwesend ist.
Formwertnoten bei Ausstellungen
Es gibt folgende Formwertnoten:
VORZÜGLICH (V): Diese Note wird einem Hund verliehen, der dem Idealstandard der Rasse sehr nahe kommt, in ausgezeichneter Verfassung ist, ein harmonisches und ausgeglichenes Wesen ausstrahlt, von großer Klasse ist und eine hervorragende Haltung hat. Seine herausragenden Eigenschaften lassen kleine Unvollkommenheiten vergessen, er muss jedoch die typischen Merkmale seines Geschlechtes besitzen.
SEHR GUT (SG): Diese Note erhält ein Hund, der die typischen Merkmale seiner Rasse besitzt, ausgeglichene Proportionen hat und in guter Verfassung ist. Einige verzeihliche Fehler werden toleriert, solange sie keine morphologischen Mängel darstellen. Diese Note ist für einen Klassehund bestimmt.
GUT (G): Ein Hund mit dieser Note besitzt die Hauptmerkmale seiner Rasse. Die positiven Eigenschaften sollten die Fehler überwiegen, sodass der Hund als guter Vertreter seiner Rasse angesehen werden kann.
GENÜGEND (Ggd): Diese Note wird einem Hund verliehen, der seinem Rassetyp ausreichend entspricht, jedoch keine herausragenden Eigenschaften besitzt oder dessen körperliche Verfassung zu wünschen übrig lässt.
DISQUALIFIZIERT (Disq): Diese Note erhält ein Hund, der nicht dem Standardtyp entspricht, ein eindeutig nicht standardgemäßes Verhalten zeigt, aggressiv ist oder gesundheitliche Fehler aufweist.
Ablauf einer Ausstellung
Vorbereitung: Der Hund muss vor dem Meldeschluss in der richtigen Klasse angemeldet werden.
Es ist sicherzustellen, dass der Hund fit, gesund und sich in guter Kondition befindet (Tollwutimpfung beachten).
Den Hund entsprechend des Rassestandards frisieren, sodass er gepflegt aussieht und das Fell nicht zu kurz ist.
Am Tag der Ausstellung: Der Hund muss nach dem Eintreffen am Veranstaltungsort angemeldet werden, dabei wird die Startnummer und der Zeitplan der RichterInnen für die Klassen ausgehändigt.
Der Hund sollte pünktlich am Ring stehen, wenn seine Klasse aufgerufen wird.
Präsentation:Der Hund wird nun entsprechend den Anweisungen der RichterInnen, entweder in Bewegung oder im Stand, präsentiert.
Der Hund sollte frei an der Leine vorführgeführt werden und sich dabei natürlich bewegen.
Einzelbewertung:Die RichterInnen tasten hierbei den Hund ab, überprüfen die Zähne und bitten dann, den Hund in Bewegung zu zeigen.
Abschluss:Der Hund bleibt im Ring stehen, bis alle Hunde bewertet sind.
Oft lassen die RichterInnen zum Abschluss nochmal alle Hunde im Kreis laufen, um einen Vergleich zu ziehen, und verkünden anschließend ihr Urteil.
